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Das Sterben der Kanäle

Über 30 Jahre lang habe ich verschiedene Kanalschnitte der Rheintaler Binnenkanäle mit Jahresparenten befischt, die letzten Jahre jedoch nur noch sporadisch, teilweise auch mit Kursteilnehmern, da der Fischbestland stark gesunken und die Kanäle nur noch ein Schatten ihrer Vergangenheit sind. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und leider tragen auch menschliche Fehler dazu bei, dass heute die Nahrungsgrundlage so schlecht bzw. einseitig ist, dass ich als Verfechter der Regenbogenforelle und ehemaliger Präsident der IKFA zum jetzigen Zeitpunkt einem Besatz nicht mehr zustimmen würde, da die Fische aus Nahrungsmangel abwandern würden. Wie kam es dazu, was ist geschehen? 

 

Das langsame Sterben der Rheintaler Binnenkanäle

Während der Klimawandel unseren Gewässern immer mehr zusetzt, sind es auch unverständliche  Fehler des Wasserbaus und der Fachstellen, die für den Niedergang der ehemals besten Salmonidengewässer der Ostschweiz verantwortlich zeichnen.

Geschichtlicher Hintergrund

Als man beschloss, den Rhein zu bändigen und ihn in ein Korsett mit Doppedämmen zu zwängen musste das Problem von mehr als zwanzig ehemaligen Zuflüssen lösen, da ein unnötiges Öffnen der Sicherheitsdämme ein Risiko dargestellt hätte. So sollten nur die fünf grösseren Zuflüsse dem Rhein zufliessen dürfen, während sämtliche andere Hanggewässer von den parallel zum Hauptfluss laufenden Binnenkanälen aufgefangen und direkt dem Bodensee zugeführt werden sollten. 

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