Live-Sonar beim Angeln
Ich bin nicht gegen Echolote. Ganz im Gegenteil: Ein klassisches Echolot ist für mich ein sinnvolles Hilfsmittel an Seen. Es zeigt Wassertiefe, Strukturen, Kanten, Löcher und teilweise Fischaktivität. Es hilft, ein Gewässer zu lesen. Und genau darum geht es beim Angeln: ein Gewässer verstehen, Erfahrungen sammeln, Zusammenhänge erkennen und irgendwann im richtigen Moment am richtigen Ort sein.
Doch mit der heutigen Live-Sonar-Technologie wurde meiner Meinung nach eine Grenze überschritten. Das Panoptix LiveScope und vergleichbare Systeme zeigen nicht mehr lediglich, was unter dem Boot grundsätzlich passiert. Sie ermöglichen hochauflösende Unterwasserbilder in Echtzeit - und vor allem auch nach vorn. Der Angler kann Fische sehen, ihre Bewegungen verfolgen, den Köder beobachten und unmittelbar reagieren. Das Schweizer Bundesgericht hat im Zusammenhang mit dem Verbot am Vierwaldstättersee ausdrücklich festgestellt, dass Live-Sonar das gezielte und effiziente Fangen einzelner Fische ermöglicht – insbesondere auch grosser Fische. Und genau hier beginnt es problematisch zu werden.
Vom Lesen des Gewässers zum Anvisieren eines einzelnen Fisches
Ein Echolot sagt mir: Dort unten ist eine Struktur. Dort könnte Fisch stehen. Live-Sonar kann mir dagegen sagen: "Da ist der Fisch. Er bewegt sich nach links. Dein Köder ist zwei Meter daneben. Heb ihn an. Jetzt kommt er. Noch etwas. Jetzt!" Das ist eine völlig andere Form der Fischerei.
Man kann selbstverständlich argumentieren, dass auch dafür Erfahrung notwendig ist. Man muss das Gerät bedienen können, Fische erkennen und den Köder richtig präsentieren. Das stimmt. Aber darum geht es nicht allein. Die entscheidende Frage lautet: "Wie viel der eigentlichen Aufgabe des Fischers übernimmt die Technologie?" Wer einen Fisch mit klassischen Methoden findet, muss das Gewässer kennen. Er muss Jahreszeiten, Wetter, Wassertemperatur, Strömung, Futterangebot, Tiefen und Strukturen verstehen. Er muss Vermutungen anstellen. Er muss suchen. Er muss Fehler machen. Beim Live-Sonar wird aus dieser Suche zunehmend eine unmittelbare Zielerfassung. Der Fisch wird nicht mehr nur gesucht.
Er wird auf dem Bildschirm ausgewählt.
Und damit verändert sich für mich der Charakter des Fischens fundamental.
Videogaming auf lebende Kreaturen?
Der Vergleich mag provokant sein – aber genau deshalb halte ich ihn für treffend. Auf dem Bildschirm erscheint ein lebendes Tier. Der Angler sieht, wie es sich bewegt. Er sieht seinen Köder. Er kann unmittelbar reagieren und versuchen, den Fisch zum Biss zu bewegen.
Treffer. Der Fisch hängt. Foto. Zurück ins Wasser. Nächster Fisch.
Wer LiveScope Fischern zuschaut wird feststellen, dass sie kaum wirklich angeln, sondern wohl mehr als 90% der Zeit auf dem Wasser auf den Bildschirm blicken, um pelagische Räuber zu finden und sie schliesslich so lange zu verfolgen, bis sie einmal stehenbleiben, um ihnen den Köder direkt vor die Nase zu servieren. Dies erinnert mich weniger an das klassische Verständnis von Angeln als an ein Videospiel, bei dem das Ziel allerdings kein virtueller Gegner ist, sondern ein lebendes Tier. Und genau hier muss die Fischerei meiner Meinung nach eine ethische Grenze ziehen. Denn ein Fisch ist kein Pixel auf einem Bildschirm!
Besonders problematisch: die Jagd auf die Grossen
Das vielleicht wichtigste Argument gegen Live-Sonar ist nicht einmal die Technik selbst. Es ist die Kombination aus Technik und menschlichem Jagdtrieb. Grosse Fische sind attraktiv. Der grosse Hecht, der kapitale Egli, die grosse Seeforelle, der Monsterwels. Sie sind die Fische, die fotografiert werden. Sie sind die Fische, die in sozialen Medien landen. Sie sind die Fische, über die gesprochen wird.
Und genau diese Fische lassen sich mit Live-Sonar besonders gezielt suchen.
Die Fischereikommission Vierwaldstättersee begründete ihr 2023 eingeführtes Verbot ausdrücklich mit dem Vorsorgeprinzip. Sie verwies darauf, dass die Technologie eine gezielte Befischung grosser Fische ermöglicht und dadurch selektiver Befischungsdruck auf die natürliche Reproduktion und die Bestände entstehen kann.
Das Bundesgericht ging in seinem Urteil gegen die Berufung sogar noch konkreter darauf ein. Es hielt fest, dass grosse Laichfische für die Fischpopulationen von besonderer Bedeutung sind. Grosse Fische produzieren mehr Eier, besitzen eine hohe Fruchtbarkeit und genetische Variabilität und können für die Stabilität von Beständen besonders wichtig sein. Ein selektives Herausfischen grosser Tiere kann deshalb die Grössenstruktur einer Population verändern. Das ist ein entscheidender Punkt.
Es geht nicht darum, dass jeder grosse Fisch, der mit Live-Sonar gefangen wird, automatisch den Bestand gefährdet. Es geht darum, dass eine Technologie eine bisher kaum mögliche Präzision bei der Auswahl einzelner Fische schafft. Und wenn der Mensch die Möglichkeit bekommt, immer wieder genau den Fisch auszuwählen, den er haben möchte, muss man sich fragen, welche Konsequenzen das langfristig für die Fischpopulationen hat.
Catch & Release macht die Sache nicht automatisch besser
Ein Argument hört man immer wieder: „Ich entnehme den Fisch ja gar nicht. Ich fotografiere ihn und setze ihn wieder zurück.“ Das klingt zunächst verantwortungsvoll. Aber Catch and Release ist kein Freipass. Es ist zwar vielerorts als anerkannte Managementmethode sogar vorgeschrieben (auf der Kola Peninsula sogar mit Unterstützung des WWF), doch ist damit auch eine grosse Verantwortung verbunden. Der Fisch soll beim Handling keinen Schaden nehmen.
Ein grosser Fisch wird nicht dadurch unantastbar, dass er nach dem Fang wieder schwimmt. Er wurde gefangen. Er wurde gedrillt. Er wurde aus seinem Lebensraum geholt. Er wurde möglicherweise längere Zeit aus dem Wasser gehalten, angefasst und fotografiert. Hier besteht durchaus Regelungsbedarf. Besonders beim Welsfischen wird viel Unfug betrieben, denn diese schweren Fische ans Land zu ziehen, wo die Schwerkräfte auf die Organe drücken, ist etwas, das unterbunden werden sollte. Zwar werden viele Welse heute im Wasser fotografiert, doch oft ist es mitten im Fluss oder auf dem See zu tief, sodass sie am Boot vertäut und dann hinterher in flaches Wasser geschleppt werden.
Die Diskussion am Lago Maggiore zeigt, dass diese Problematik längst nicht mehr nur eine Schweizer Debatte ist. Seit dem 26. September 2025 ist dort die Verwendung von Live-Sonar beim Fischen verboten. Die italienische Seite begründete den Schritt unter anderem damit, dass die Technologie besonders grosse Fische auffindbar mache und solche Fische nach dem Zurücksetzen dennoch verletzt sein können. Man muss diese Argumentation nicht in jedem Punkt übernehmen. Aber man sollte sie ernst nehmen.
Das Bundesgericht hat eine bemerkenswerte Grenze gezogen
Besonders interessant ist deshalb das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 26. August 2025. 35 Hobbyfischer hatten sich gegen das Live-Sonar-Verbot am Vierwaldstättersee gewehrt. Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Das Gericht stellte dabei ausdrücklich fest, dass das Verbot in die Eigentumsgarantie der Besitzer solcher Geräte eingreift. Gleichzeitig bewertete es diesen Eingriff als leicht, weil die Geräte weiterhin für andere Zwecke verwendet werden können. Entscheidend war aber die Verhältnismässigkeit.
Das Bundesgericht hielt fest, dass Live-Sonar ein gezieltes Aussuchen, Anfahren, Anfischen und Fangen einzelner Fische ermöglicht. Gerade dadurch unterscheide sich die Technologie beispielsweise von der Schleppfischerei. Der Schutz der qualitativen Zusammensetzung der Fischbestände – insbesondere der grossen, fortpflanzungswichtigen Fische – rechtfertige deshalb die unterschiedliche Behandlung. Das ist bemerkenswert. Das Gericht hat nicht gesagt: „Technologie ist schlecht.“ Es hat vielmehr anerkannt, dass eine bestimmte Technologie die Art und Weise verändert, wie selektiv Fische befischt werden können.
Und genau darüber sollten wir in der Fischerei viel intensiver sprechen.
Es geht nicht um Technikfeindlichkeit
Wer gegen Live-Sonar argumentiert, wird schnell als rückständig oder technikfeindlich abgestempelt. Das halte ich für Unsinn. Angeln war schon immer von technischem Fortschritt geprägt. Bessere Ruten, bessere Schnüre, bessere Rollen, Kunstköder, elektronische Echolote, GPS, Elektromotoren. Alles das kann sinnvoll sein. Aber technischer Fortschritt ist nicht automatisch ein Argument dafür, jede technische Möglichkeit auch tatsächlich beim Fischen einsetzen zu müssen. Die entscheidende Frage ist:
Verbessert die Technik unser Verständnis des Fischens – oder ersetzt sie zunehmend das Suchen, Beobachten und Können?
Bei Live-Sonar sehe ich die Grenze überschritten.
Eine neue Ungleichheit am Wasser
Hinzu kommt ein gesellschaftliches Problem, über das kaum gesprochen wird. Live-Sonar ist nicht billig. Das Bundesgericht hielt selbst fest, dass entsprechende Geräte Kosten von bis zu rund 18'000 Franken erreichen können. Damit entsteht zwangsläufig eine neue Form der Ungleichheit. Nicht jeder Fischer kann oder will mehrere tausend Franken in Elektronik investieren. Ein Teil der Angler fischt mit einem einfachen Echolot. Andere besitzen gar keines. Wieder andere verfügen über modernste Live-Sonar-Technik, GPS, Elektromotor und sämtliche digitalen Hilfsmittel.
Das bedeutet: Nicht mehr nur Erfahrung und Gewässerkenntnis bestimmen, welche Möglichkeiten ein Fischer hat, sondern zunehmend auch die finanzielle Bereitschaft, immer mehr Technik zu kaufen.
Das trifft insbesondere Fischer, die seit Jahrzehnten mit traditionellen Methoden erfolgreich sind und sich bewusst gegen eine Aufrüstung ihrer Ausrüstung entscheiden. Es trifft auch ältere, weniger bemittelte Fischer, die sich diese Geräte nicht leisten können. Sollten wir wirklich eine Fischerei wollen, bei der die technische Ausstattung zunehmend darüber entscheidet, wer Fische findet?
Oder wollen wir eine Fischerei, bei der Wissen, Geduld, Beobachtungsgabe und handwerkliches Können wieder einen grösseren Stellenwert haben?
Wenn der kapitale Fisch nur noch ein Social-Media-Motiv ist
Noch problematischer finde ich den Umgang mit den Bildern. Ein grosser Fisch wird mit Live-Sonar gesucht, gezielt angeworfen, gefangen, fotografiert und zurückgesetzt. Danach landet das Foto auf Instagram, Facebook oder YouTube. „Was für ein Monster!“ „95er Hecht!“ „Kapitaler Egli!“ „Wieder zurückgesetzt!“ Und genau hier fehlt mir bei manchen Fischern die Selbstreflexion. Wenn wir wissen, dass grosse Laichfische ökologisch besonders wertvoll sind, warum muss ich dann öffentlich zeigen, dass ich sie gezielt mit einer Technologie gesucht und gefangen habe. Warum sollte der nächste Fischer wissen, wo und wie diese Fische zu finden sind?
Und vor allem: Warum muss aus einem so gefangenen Tier ein Trophäen-Content gemacht werden?
Ich persönlich würde deshalb so weit gehen zu sagen: Wer Live-Sonar benutzt, um gezielt kapitale Fische zu finden und zu fangen, sollte sich sehr gut überlegen, ob er diese Fänge anschliessend überhaupt noch öffentlich präsentieren sollte. Nicht nur deshalb, weil dies wie bereits ausgeführt mit Live-Sonar Technologie keine Hexerei ist, sondern dass damit gefangene Fische überhaupt nicht zum Social-Media-Inhalt werden sollten. Noch unverständlicher ist es für mich, dass Angler diese Fische selbst dann noch auf Social Media publizieren, wenn reines Catch and Release gesetzlich gar nicht erlaubt ist. Dadurch setzt man sich unwillkürlich der Kritik von Angelgegnern aus. Es zeugt regelrecht von Dummheit, solche Konflikte zu provozieren.
Live-Sonar beim Fliegenfischen?
Besonders widersprüchlich wird es für mich beim Fliegenfischen. Fliegenfischen lebt von Beobachtung. Vom Lesen des Wassers. Vom Erkennen von Insektenaktivität. Von Präsentation. Von Wurfgefühl. Von Erfahrung. Von der Fähigkeit, einen Fisch unter oft schwierigen Bedingungen überhaupt erst zu lokalisieren und anzusprechen. Wer diese Philosophie ernst nimmt, sollte sich fragen, was passiert, wenn der Fisch zuerst auf einem hochauflösenden Bildschirm lokalisiert wird und die Fliege anschliessend gezielt vor den Fisch gebracht wird. Natürlich kann man auch damit technisch anspruchsvoll fischen.
Aber technisch anspruchsvoll bedeutet nicht automatisch fischereilich anspruchsvoll.
Für mich widerspricht Live-Sonar deshalb dem Geist des klassischen Fliegenfischens in besonderem Masse. Eine Fliege auf Sicht einem steigenden oder herumziehenden Fisch zu präsentieren, ist etwas völlig anderes, als einen Fisch elektronisch zu lokalisieren und ihm die Fliege so lange vor das Maul zu setzen, bis er zuschnappt.
Das eine verlangt vom Fischer, den Fisch und sein Verhalten zu lesen. Das andere verlangt zunächst einmal, den Fisch auf dem Bildschirm zu finden.
Die Verbote sind längst keine Theorie mehr
Die Entwicklung zeigt zudem, dass diese Diskussion nicht mehr hypothetisch ist. In der Schweiz wurde Obwalden bereits zum 1. Januar 2023 als erster Kanton mit einem Verbot von Echtzeit-Sonar genannt. Am Vierwaldstättersee gilt seit dem 1. September 2023 ein entsprechendes Verbot. Auch im Seelisbergersee wurde die Regelung inzwischen aufgenommen; dort ist die Verwendung entsprechender Live-Sonar-Echolotgeber seit Dezember 2024 verboten. Auf dem Lago Maggiore gilt seit September 2025 ebenfalls ein Verbot beim Fischen. Auch am Sihlsee und Sarnersee bestehen nun Verbote. Und die Entwicklung beschränkt sich nicht auf die Schweiz: Am schwedischen Ivösjön ist die Nutzung von Live-Scope und vergleichbaren Live-Sonar-Systemen seit Januar 2025 verboten; am Uvasjön gilt ein entsprechendes Verbot seit April 2026. In Deutschland zogen der Bezirk Mittelfranken und der Landesverband Schleswig-Holstein mit Verboten nach. Am Bleder See in Slowenien und am Lago di Centro Cadore in Norditalien, wurden generell alle Echolote verboten, wohl um zu verhindern, dass versteckte Live-Sonar Technologie zum Einsatz kommt. Auch grosse Turnier Veranstalter in den Staaten (wie NPFL oder Texas Outlaws) haben diese Systeme inzwischen total verbannt, manche haben sie stark eingeschränkt (B.A.S.S.). Es wird wohl so weitergehen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieser Trend alle Binnengewässer erfassen wird.
Das sind keine Forderungen irgendwelcher Technikgegner. Es sind konkrete fischereiliche Regelungen, die zeigen, dass Behörden und Gewässerbewirtschafter die Frage der selektiven Fischerei mit Echtzeit-Sonar inzwischen ernst nehmen.
Vielleicht müssen wir die Frage neu stellen
Die Frage sollte deshalb nicht lauten:
„Wie viel Technik verträgt das Angeln?“
Die bessere Frage lautet:
„Wie viel Technik wollen wir dem Angeln zugestehen, bevor wir seinen Charakter verändern?“
Ein Echolot, das mir die Tiefe und Struktur des Gewässers zeigt, hilft mir, das Gewässer zu verstehen. Ein Live-Sonar, mit dem ich einen einzelnen Fisch in Echtzeit lokalisieren, verfolgen und gezielt befischen kann, verändert dagegen die Beziehung zwischen Fischer und Beute. Und genau dort liegt für mich die Grenze. Ich möchte nicht in einer Welt angeln, in der der Bildschirm mir sagt, welchen Fisch ich als Nächstes fangen soll. Ich möchte den Fisch finden, weil ich das Gewässer verstanden habe. Ich möchte ihn nicht auf dem Bildschirm auswählen. Ich möchte ihn nicht wie ein Zielobjekt verfolgen. Und ich möchte schon gar nicht, dass der kapitale Laichfisch zur Trophäe eines elektronischen Suchsystems und anschliessend zum Social-Media-Motiv wird.
Fischen sollte wieder mehr sein als Fangen
Vielleicht ist das der Kern der ganzen Diskussion. Fischen ist mehr als Fangen. Es ist das Beobachten eines Gewässers, das Lesen von Wetter und Wasser, das Wissen über Jahreszeiten, das Erkennen von Strukturen, Geduld, Fehler, Erfahrung, Zufall. Und ja – auch das Scheitern. Denn genau das gehört zum Fischen dazu: Man weiss nie mit hundertprozentiger Sicherheit, ob unter dem Boot tatsächlich ein grosser Fisch steht. Man muss daran glauben. Man muss suchen. Man muss lernen. Man muss manchmal ohne Biss nach Hause gehen.
Wenn wir irgendwann an einem Punkt angekommen sind, an dem ein Bildschirm uns in Echtzeit zeigt, welcher Fisch dort unten steht, wo der Köder hinmuss und wann der Fisch zuschlägt, dann haben wir zwar eine beeindruckende technische Leistung erreicht. Aber möglicherweise haben wir dabei etwas anderes verloren.
Das Fischen selbst.
Und deshalb bin ich nicht gegen Echolote. Ich bin gegen den Moment, in dem aus einem Hilfsmittel ein Zielerfassungssystem wird. Denn zwischen „Ich lese das Wasser“ und „Ich sehe meine Beute auf dem Bildschirm“ liegt eine Grenze.
Für mich ist Live-Sonar beim Fischen auf der falschen Seite dieser Grenze.